Kommunikation und soziale Integration

Durch Kommunikation von Vertrauen kann Kooperation und soziale Integration ermöglicht werden (vgl. Wenzel, 2001, S. 344). Mit den Auswirkungen von Kommunikation am Arbeitsplatz auf die soziale Integration hat sich eine Untersuchung der Universität Arizona beschäftigt:
http://spp.sagepub.com/content/2/1/65

Vertrauen und Face-to-Face Kommunikation

Eine Untersuchung der Universität Illinois betont die Relevanz von Face-to-Face Kommunikation beim Vertrauensaufbau:
http://www.dailyillini.com/news/2010/08/02/ui-study-technology-not-always-best-tool-for-communication

Vertrauensaufbau in Unternehmen

Eine Untersuchung der Universität Göteborg, die sich mit dem Vertrauensaufbau zwischen Arbeitnehmern und Vorgesetzten beschäftigt:
http://www.ufn.gu.se/english/News/newsdetail/the-luxury-of-engaged-co-workers-requires-consistent-and-persistent-leadership-.cid942328

Vertrauensvolle Grundeinstellung und Lügen

Entsprechend einer Untersuchung an der Universität Toronto beeinflusst eine vertrauensvolle Grundeinstellung die Beurteilung von Lügen:
http://spp.sagepub.com/content/1/3/274

Arbeitspapier der Universität Münster

Das Arbeitspapier einer explorativ-empirischen Analyse an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster zum Thema Vertrauenskommunikation:
http://www.wiwi.uni-muenster.de/orga/forschen/publikationen/arbeitspapiere/arbeitspapier39.html

Studie der Universität Innsbruck

Interessante Studienergebnisse zum Thema Vertrauen, trotz Vernachlässigung der Perspektive der Vertrauenskommunikation:
http://www.uibk.ac.at/ipoint/news/uni_und_forschung/748527.html

Fremder Akzent und Vertrauenswürdigkeit

Eine wissenschaftliche Untersuchung an der Universität Chicago zum Einfluss eines fremden Akzents auf die Vertrauenswürdigkeit:
Lev-Ari, Shiri; Keysar, Boaz: Why don't we believe non-native speakers? The influence of accent on credibility. Journal of Experimental Social Psychology, 2010.

Vertrauenskommunikation

Innerhalb einer sozialwissenschaftlichen Analyse der Rahmenbedingungen von Vertrauen ist die nicht vernachlässigbare Unsicherheit (vgl. Wenzel, 2002) des Kooperationserfolgs von entscheidender Relevanz. Vertrauen ist mit einem Sich-Einlassen auf Unsicherheit, mit der Akzeptanz einer potentiellen Schädigung durch den Vertrauensnehmer verbunden. Ausgehend von einem durch Kooperation zu lösenden sozialen Problem erbringt der Vertrauensgeber einseitig einen ersten Handlungsbeitrag im Bewusstsein, dass der Vertrauensnehmer frei in der Erwiderung bzw. schrittweisen Vervollständigung des Projekts ist.

Um jedoch die Handlungen des Vertrauensnehmers in die erwartete positive Richtung zu lenken, bedarf es einer Kommunikation mit ihm, bedarf es eines kommunikativen Austausches zwischen beiden Akteuren. Innerhalb eines solchen kommunikativen, interaktiven, sequentiellen Austausches kann dann das am Anfang durch die einseitige Vorleistung initiierte Kooperationsprojekt gemeinsam erfolgreich realisiert werden (vgl. Wenzel, 2001).

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